Es gibt immer weniger Ersterwerber bei Immobilien

21Juni

Es gibt immer weniger Ersterwerber bei Immobilien

Schon seit Jahren sind die Zinsen für Baukredite auf einem Tiefstand, dennoch sinkt die Zahl der Eigenheim-Erwerber leicht. Dabei gibt es auch Unterschiede zwischen den Städten und den ländlichen Gegenden.

Wo sind die Zahlen seit Jahren rückläufig und warum ist das so?
Gemäß einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, werden immer weniger private Immobilien verkauft. Bspw. in 2013 haben noch etwa 800.000 Haushalte in Deutschland eine Immobilie gekauft, während es im Jahre 2016 nur noch 600.000 waren. Dabei sank die Zahl der Immobilien-Ersterwerber in den Städten von 1,6 auf 1,2 Prozent. Dagegen stieg die Zahl auf dem Land von 1,1 auf 1,8 Prozent an. Der Grund: Auf dem Land ist das Preisniveau in der Regel niedriger als in den Städten, zudem gibt es dort mehr Grundstücke zu erwerben und die Preise sind insgesamt bezahlbarer.

Haben die hohen Erwerbsnebenkosten und die Wohnimmobilienkreditrichtlinie ebenfalls Einfluss auf das Kaufverhalten?
Dass trotz der Niedrigzinsphase insgesamt immer weniger Mieter zu Eigentümern werden, liegt laut dem Institut der deutschen Wirtschaft insbesondere an den Erwerbsnebenkosten wie der steigenden Grunderwerbsteuer, den hohen Notarkosten sowie den Gebühren der Amtsgerichte. Die Maklerkosten hingegen sind seit Jahren in den meisten Gegenden Deutschlands unverändert. Hinzu kommt, dass für den Hauskauf ein beachtliches Eigenkapital erforderlich ist, was nicht zuletzt auch der zum 21. März 2016 in Kraft getretenen Wohnimmobilienkreditrichtlinie geschuldet ist. Für die Zukunft soll das neue Baukindergeld für Aufschwung sorgen und Familien beim Immobilienkauf unterstützen sowie finanziell entlasten.

 

Wie nehmen Sie die Entwicklung der Erwerbsnebenkosten sowie die Veränderungen der Kreditvergabe durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie wahr? Wir freuen uns auf Ihre Meinungen und Erfahrungen dazu auf unserer Facebook-Fanseite.

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